PKK-Anschläge in Südosttürkei: 2 Soldaten kommen ums Leben

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 20.06.2018 11:38
Aktualisiert 20.06.2018 11:40
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Durch Anschläge der Terrororganisation PKK im Südosten der Türkei sind zwei Soldaten ums Leben gekommen, vier weitere wurden verletzt. Das türkische Militär gab dies am Dienstag bekannt.

In der Provinz Siirt wurde bei einem Bombenangriff der PKK ein Soldat getötet, zwei wurden verletzt. Die Terroristen hatten die Sprengstofffalle auf der Straße platziert und ausgelöst als türkische Soldaten in der Nähe waren.

Der zweite Anschlag ereignete sich in der Provinz Şırnak, wobei ein Soldat ums Leben kam und zwei weitere verletzt wurden.

Die Soldaten führten dort am Berg Gabar eine Straßenkontrolle durch, als die Terroristen einen zuvor platzierten Sprengsatz detonieren ließen. Die Sicherheitskräfte haben in den in den Provinz Siirt und Şırnak ihre Ermittlungen aufgenommen, um die Terroristen ausfindig zu machen.

Indes teilte das türkische Militär am frühen Dienstag mit, dass insgesamt 36 Terroristen bei Anti-Terror-Operationen in der Türkei und im Nordirak neutralisiert worden sind.

Die PKK wird von der Türkei, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Die marxistisch-leninistisch orientierte Organisation führt seit ihrer Gründung im Jahr 1978 einen bewaffneten Kampf gegen befeindete Gruppen und den türkischen Staat. Hauptziel ist eine Abspaltung von der Türkei und die Errichtung einer ideologischen Selbstverwaltung auf türkischem Hoheitsgebiet. Dafür setzt die PKK hauptsächlich terroristische Mittel ein. Ihre internationalen Ableger verfolgen ähnliche Ziele in ihren Ursprungsländern.

Als die größten Leidtragenden des ideologisierten PKK-Terrors gelten neben den türkischen Staatsbediensteten insbesondere die kurdischen und örtlichen Bevölkerungsteile in der Türkei und anderen Staaten, wo die PKK und ihre internationalen Ableger aktiv sind. Bisher forderten die Terroranschläge und Ermordungen der PKK mehr als 40.000 Todesopfer. Darüber hinaus setzte die PKK auf erpresserische Methoden, um etwa Zwangsrekrutierungen und Enteignungen durchzuführen.

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