Wegen illegalem Grenzübertritt verhaftete griechische Soldaten wieder frei

DAILY SABAH MIT AFP
ISTANBUL
Veröffentlicht
Wegen illegalem Grenzübertritt verhaftete griechische Soldaten wieder frei

Zwei griechischen Soldaten, die am 1. März von türkischen Behörden in der nordwestlichen Provinz Edirne wegen illegaler Grenzüberschreitung und versuchten Spionage verhaftet worden waren, wurden am Dienstag freigelassen. Der Prozess gegen die beiden Männer wird aber auch nach ihrer Freilassung fortgesetzt.

Die zwei Soldaten hatten an der Grenze eine militärische Sperrzone auf der türkischen Seite betreten. Sie behaupteten, bei Nebel versehentlich auf türkisches Territorium geraten zu sein. Die beiden waren unweit der nordwestlichen Provinz Edirne von türkischen Truppen entdeckt und festgenommen worden.

Bei den Soldaten handelt es sich namentlich um Aggelos Mitretodis und Dimitros Kouklatzis.

Dem Gericht zufolge haben die Soldaten erklärt, dass sie während der Patrouille Fußspuren im Schnee verfolgten und dabei versehentlich die Grenze überschritten. Die Aufnahmen davon seien gemacht worden, um diese an ihre Vorgesetzten zu schicken.

Die Soldaten landeten nach ihrer Freilassung am Mittwochmorgen auf dem Flughafen von Thessaloniki. Die beiden Männer wurden vom griechischen Verteidigungsminister Panos Kammenos und von Familienangehörigen empfangen.

„Ich hoffe, dass ihre Freilassung ein neues Kapitel für die griechisch-türkischen Beziehungen bedeutet", sagte Kammenos.

Auch der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras begrüßte den Beschluss des Gerichtes und bezeichnete den Schritt als „Akt der Gerechtigkeit". Die Freilassung werde „zur Stärkung der Freundschaft, der guten Nachbarschaft und der Stabilität in der Region beitragen".

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