Außenminister Çavuşoğlu fordert Stopp von Luftangriffen auf Idlib

DAILY SABAH
ISTANBUL
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Die Türkei wolle weitere Luftangriffe auf die syrischen Idlib stoppen, sagte Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am Samstag.

In einer Stellungnahme vor Presseleuten in der Mittelmeerprovinz Antalya warnte Çavuşoğlu vor der Möglichkeit einer „ernsten humanitären Tragödie" in Idlib und erinnerte erinnerte an den Status der Region als Deeskalationszone mit rund 3,5 Millionen Einwohnern – darunter viele Flüchtlinge aus anderen Gebieten in Syrien.

Çavuşoğlu sagte, er erwarte ein Ende Auseinandersetzungen in Idlib und zugleich eine politische Lösung des Konflikts. Die Türkei, Russland und der Iran seien dafür bemüht.

Bei Luftangriffen des syrischen Regimes und Russlands auf Idlib wurden am Samstag laut der Hilfsorganisation Weißhelme fünf Zivilisten getötet und sieben weitere verletzt. Damit sei die Zahl der im September getöteten Zivilisten auf 26 gestiegen.

Das Assad-Regime hatte vor kurzem angekündigt, einen großen Militärangriff in der Region um Idlib starten zu wollen, die seit langem von verschiedenen Oppositionsgruppen kontrolliert wird.

Die UN warnte Anfang dieser Woche, dass eine solche Offensive zur „schlimmsten humanitären Katastrophe im 21. Jahrhundert" führen würde.

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