Vermisste Passagiermaschine der Egyptair vermutlich abgestürzt

DPA
Veröffentlicht 19.05.2016 10:22
Vermisste Passagiermaschine der Egyptair vermutlich abgestürzt

Das vermisste ägyptische Passagierflugzeug ist Kreisen zufolge abgestürzt. Dies hätten erste Suchergebnisse ergeben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Luftfahrministeriums in Kairo. Die Absturzursache sei noch völlig unklar.

Der Flugzeugbauer Airbus hat noch keine genauen Informationen über die verschwundene Maschine.

Das Flugzeug mit 66 Menschen an Bord war auf dem Weg von Paris nach Kairo, wie die Fluggesellschaft Egyptair am Morgen über Twitter mitteilte. Unter den Insassen seien unter anderem 30 ägyptische und 15 französische Passagiere gewesen. Deutsche waren demnach nicht gelistet.

Frankreichs Präsident François Hollande und sein ägyptischer Kollege Präsident Abdel Fattah al-Sisi haben enge Zusammenarbeit vereinbart. So schnell wie möglich sollten die Umstände aufgeklärt werden, teilte die französische Regierung in Paris nach einem Gespräch der beiden Staatschefs mit.

Familienangehörige der Passagiere werden von französischer Seite kontaktiert. Zudem sei die Notrufnummer +33 1 48 64 59 59 eingerichtet worden, sagte ein Sprecher des Flughafens Charles de Gaulle.

Der Airbus A320 mit der Flugnummer MS804 sei am späten Mittwochabend in der französischen Hauptstadt gestartet. Der Kontakt zur Maschine riss laut Egyptair um 2.45 Uhr am Morgen ab. Der Airbus habe sich auf einer Höhe von mehr als 11 000 Metern befunden und war gerade erst etwa 16 Kilometer in den ägyptischen Luftraum vorgedrungen.

Angaben aus Kairoer Behördenkreisen zufolge entsandte die Armee Flugzeuge, um das Gebiet der mutmaßlichen Unfallstelle über dem Mittelmeer abzusuchen. Auf der Internetseite Flightradar24 ist die Flugroute bis zum Abbruch der Kommunikation nachgezeichnet. Diese endet abrupt über dem Mittelmeer zwischen Kreta, Zypern und dem ägyptischen Festland. Auch zwei Flugzeuge der griechischen Luftwaffe und eine griechische Fregatte nehmen laut griechischen Medienberichten an der Suche nach dem vermissten Flieger teil. Die Suchaktion sei mit den ägyptischen Behörden vereinbart worden, hieß es.

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