Welt verurteilt Putschversuch in der Türkei

DAILY SABAH MIT AGENTUREN
ISTANBUL
Veröffentlicht 16.07.2016 11:31
Aktualisiert 17.07.2016 19:35
AFP

Der Putschversuch außerhalb der Kommandostruktur gegen den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan - durchgeführt von einer Minderheit der Terrororganisation FETÖ, die sich in die Streitkräfte einfiltrierten - forderte 90 Märtyrer und zahlreiche Verletzte.

«Die Situation ist weitgehend unter Kontrolle», sagte der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım am frühen Morgen.

US-Präsident Barack Obama rief dazu auf, die demokratisch gewählte Regierung des Landes zu unterstützen. Gewalt und Blutvergießen müssten vermieden werden, hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses.

Auch die Bundesregierung und die EU sicherten der Regierung in Ankara ihre Unterstützung zu.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte sich besorgt. Der Konflikt in der Türkei stelle ein Risiko für die „internationale und regionale Stabilität dar", erklärte er.

Ähnlich äußerte sich die Europäische Union. Die EU verlangte eine «schnelle Rückkehr» zur verfassungsmäßigen Ordnung, wie es am Rande des Asien-Europa-Gipfels in Ulan Bator in einer gemeinsamen Erklärung von EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini hieß. «Die Türkei ist ein wichtiger Partner der EU.»

Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg rief zu Zurückhaltung und Respekt vor den demokratischen Institutionen und der türkischen Verfassung auf.

Die Indonesischen und malaysischen Abgeordneten brachten ihre Unterstützung für die Demokratie in der Türkei zum Ausdruck. Das indonesische Außenministerium äußerte sich am Samstag besorgt über die Situation in der Türkei, aber zeigte auch die Hoffnung, dass die Grundsätze der Demokratie aufrechterhalten werden.

Unterdessen erklärte der malaysische Premierminister Najib Razak: „Wir beobachten getreu die Situation in der Türkei" in einem Beitrag auf seinem Twitter-Account.

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