Exporte schieben deutsche Wirtschaft an

REUTERS
BERLIN
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Frachtschiff am Hamburger Hafen: Starker Außenhandel (AP)

Die deutsche Wirtschaft hat Ende 2017 kaum Fahrt verloren. Dank anziehender Exporte stieg das Bruttoinlandsprodukt von Oktober bis Dezember um 0,6 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte und damit eine frühere Schätzung bestätigte. Im Sommer hatte es noch zu einem Plus von 0,7 Prozent gereicht. Im Gesamtjahr 2017 legte Europas größte Volkswirtschaft um 2,2 Prozent zu und damit so stark wie seit 2011 nicht mehr.

Für Schwung sorgte im Schlussquartal 2017 der Außenhandel, denn die Exporte stiegen mit 2,7 Prozent schneller als die Importe mit 2,0 Prozent. Während der Staat seine Konsumausgaben um 0,5 Prozent erhöhte, stagnierten die Ausgaben der Verbraucher. Unternehmen investierten in Maschinen und Anlagen etwas mehr als zuletzt - hier gab es ein Plus von 0,7 Prozent. Bauinvestitionen hingegen sanken um 0,4 Prozent.

Die Rekordjagd der deutschen Wirtschaft neigt sich womöglich allmählich dem Ende entgegen. Die vom Ifo-Institut befragten Firmen-Manager schraubten ihre Erwartungen im Februar merklich herunter. "Die deutsche Wirtschaft tritt auf die Euphoriebremse", sagte Ifo-Chef Clemens Fuest jüngst zum überraschend deutlichen Rückgang des Ifo-Geschäftsklimaindex.

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