Türkischer Tee wird in 96 Länder exportiert

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 23.09.2018 12:02
DHA

Die türkischen Teeexporte haben zwischen Januar und August 2018 mehr als 5,7 Millionen US-Dollar betragen. Dies gab der Bund der Schwarzmeer-Exporteure (DKIB) bekannt.

Demnach wurden in dem Zeitraum 439 Tonnen Tee in insgesamt 96 Länder exportiert - davon gelangten 128 Tonnen im Wert von 770.000 US-Dollar nach Deutschland. Damit ist die Bundesrepublik Spitzenreiter bei den türkischen Teeexporten.

Danach folgt Nordzypern mit einem Handelswert von 633.000 US-Dollar, gefolgt von den USA, die Tee im Gesamtwert von 576.000 Dollar aus der Türkei importierten.

Der stellvertretende DKIB-Vorsitzende Şaban Turgut erklärte, dass der Tee das wichtigste landwirtschaftliche Exportprodukt der Türkei sei, da er den größten Gewinn bringe.

Die Exporteure seien besonders erfreut über den großen Umfang der Exporte und die positive Entwicklungen, um das Produkt weltweit bekannt zu machen.

Die hohe Nachfrage nach türkischem Tee, einschließlich weißen Tee, sei auf die Zunahme des Tourismus im Land zurückzuführen, so Turgut.

„Aufgrund des Anstiegs der arabischen Touristenzahl in der Schwarzmeerregion gibt es eine signifikante Nachfrage nach Tee aus Ländern des Nahen Ostens." Man arbeite zudem an der Entwicklung weiterer Teesorten, um das Angebot zu erweitern, so Turgut.

Tee ist ein wichtiges Element des türkischen Alltags. Er gilt seit Jahrhunderten als untrennbarer Bestandteil der türkischen Trinkkultur.

Die Osmanen machten vor etwa 140 Jahren Bekanntschaft mit dem Tee. Während der Regierungszeit von Abdülhamid II. wurde der Tee auf allen Teilen des Reiches - von Bursa bis Aleppo und von Aydın bis Erzurum – angebaut. Aber wegen des ungünstigen Klimas in den meisten Städten scheiterten die ersten Anläufe. Anders sah es in der Schwarzmeerregion aus. Dort herrschen optimale Bedingungen für den Anbau. Im Jahr 1947 wurde dann in Rize - dem Teezentrum der Türkei - die erste große Teefabrik des Landes gegründet.

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