Bundesbank: Viele deutsche Firmen nicht für Brexit gewappnet

AFP
FRANKFURT/MAIN
Veröffentlicht
DPA

Viele deutsche Unternehmen sind aus Sicht der Bundesbank nicht für den bevorstehenden EU-Austritt Großbritanniens gewappnet.

"Die Finanzaufsicht und die Banken haben große Anstrengungen unternommen, um sich auf einen harten Brexit vorzubereiten", sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling dem "Handelsblatt" vom Mittwoch.

"Sorgen macht mir allerdings, dass sich viele Unternehmenskunden der Institute bisher nur unzureichend mit den Folgen des Brexits für ihre Finanzgeschäfte beschäftigt haben."

Viele Verträge müssten angepasst werden, damit Geschäfte auch nach einem harten Brexit fortgesetzt werden könnten, mahnte Wuermeling. Die Institute hätten deshalb alle Kunden angeschrieben.

"Aber die Rückmeldungen waren nach Aussagen vieler Banken bisher verhalten", sagte der Bundesbank-Vorstand. "Wir appellieren daher an alle Unternehmen und Privatkunden, auf entsprechende Aufforderungen von Banken spätestens jetzt zu reagieren."

Im schlimmsten Fall könnten wichtige Vertragsbeziehungen nicht fortgesetzt und notwendige Transaktionen nicht getätigt werden.

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