Suu Kyi schweigt auch in Rakhine zur Gewalt gegen Rohingya

AP

Erstmals seit Beginn der Rohingya-Krise im August hat Aung San Suu Kyi die Unruheregion Rakhine in Myanmar besucht. Suu Kyi führt de facto die Regierung in dem südostasiatischen Land.

Seit Ausbruch der Gewalt in dem südostasiatischen Land Myanmar am 25. August sollen mindestens 3.000 Menschen getötet worden sein, während etwa 607.000 Rohingyas aus Myanmar nach Bangladesch flohen. Geflüchtete hatten UN-Ermittlern von Gewalttaten durch die Soldaten berichtet, darunter Massentötungen, Vergewaltigungen und Brandschatzungen.

Suu Kyi war international dafür kritisiert worden, das Militär gewähren zu lassen. Auch während ihrer Reise nach Rakhine schwieg sie zur Ursache der Massenflucht. In einer Rede im September hatte sie gesagt, sie wisse nicht, warum die Rohingya flüchteten. Sie wolle mit denen sprechen, die nicht geflohen seien, hatte sie hinzugefügt. Auf Forderungen, ihr den Friedensnobelpreis zu entziehen, hat das Nobelpreiskomitee immer wieder klargestellt, dass das unmöglich sei.

Auf Bildern in örtlichen Medien war zu sehen, wie Suu Kyi das Dorf Pan Taw Pyin im Norden von Rakhine besuchte. Der Ort war einer von Hunderten, in denen Häuser niedergebrannt wurden. Sie habe versprochen, dass die Häuser wieder aufgebaut würden, sagte ein Rohingya-Bewohner der Deutschen Presse-Agentur. Die lokalen Behörden hätten bestimmte Bewohner dafür ausgewählt, mit Suu Kyi zu sprechen, sagte er weiter.

Einige Rohingya leben weiterhin im Norden von Rakhine, von wo die meisten von ihnen geflohen waren. Es gibt Berichte von Bewohnern, nach denen Rohingya dort hungerten und daran gehindert würden, Nahrungsmittel auf lokalen Märkten zu kaufen. Die Regierung Myanmars hat bislang keine Helfer der Vereinten Nationen in die Gegend gelassen; nur das Rote Kreuz hatte begrenzten Zugang.

Viele der geflohenen Rohingya leben nun unter unhaltbaren Bedingungen in Flüchtlingslagern im Nachbarland Bangladesch. Jedes vierte Kind dort leide an akuter Unterernährung, teilte die Hilfsorganisation Save the Children mit. Ärzte der Flüchtlinge berichten von Verletzungen bei Kindern durch Vergewaltigungen.

Suu Kyis Regierung verhandelt mit Bangladesch über Bedingungen für die Rückkehr der Rohingya. Die meisten der Flüchtlinge wollen jedoch nicht zurückkehren, wenn sie keine Staatsbürgerschaft von Myanmar erhalten.

In der Region gibt es seit 2012 massive Spannungen zwischen den buddhistischen und muslimischen Volksgruppen.

Im Oktober vergangenen Jahres schaltete sich die UN ein und veröffentlichte einen Bericht über Menschenrechtsverletzungen durch die Sicherheitskräfte. Die UN dokumentierte Massen-Vergewaltigungen, Morde, auch an Kindern und Babys sowie vermisste Personen.

Die Rohingyas sind die weltweit größte Staatenlose Gemeinde und einer der meist verfolgten Minderheiten.

Die sunnitischen Muslime werden von der Mehrheit der buddhistischen Bevölkerung in Myanmar mit Argwohn betrachtet. Sie gelten als illegale Einwanderer und werden als „Bengali" betitelt – obwohl viele von ihnen bereits seit Generationen in Myanmar leben.

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