Pompeo weist Kritik aus Nordkorea im Atomstreit zurück

REUTERS
TOKIO
Veröffentlicht 08.07.2018 00:00
Aktualisiert 08.07.2018 13:13
AFP

US-Außenminister Mike Pompeo hat nordkoreanische Vorwürfe nach den Verhandlungen in Pjöngjang scharf zurückgewiesen. Er werde sich weiter für eine Denuklearisierung einsetzen, sagte Pompeo am Sonntag in Tokio, wohin er nach zweitägigen Beratungen in Nordkorea gereist war. Es gebe immer noch viel Arbeit, aber er sei zuversichtlich, dass Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un an seinem Bekenntnis zu einer atomaren Abrüstung festhalte, das er beim Gipfel mit US-Präsident Donald Trump im Juni in Singapur abgegeben habe. "Der Weg, der vor uns liegt, wird schwierig sein, und wir wissen, dass Kritiker versuchen werden, unsere Erfolge kleinzureden", sagte er nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Japan und Südkorea.

Nordkorea hatte sich gegen die Forderung nach einer unumkehrbaren Denuklearisierung verwahrt und mit dem Scheitern der Bemühungen um die atomare Abrüstung in Korea gedroht. Das Ergebnis der Gespräche mit Pompeo sei "extrem beunruhigend", da die USA auf einer einseitigen kompletten, nachprüfbaren und unumkehrbaren Denuklearisierung Nordkoreas beharrten, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Samstag aus einer Erklärung des Außenministeriums. Der "entschlossene und feste" Vorsatz Nordkoreas, das Atomprogramm aufzugeben, könne dadurch in Gefahr geraten.

Kim hatte sich bei dem Gipfel in Singapur grundsätzlich dazu bekannt, an "einer kompletten Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel zu arbeiten", dabei aber offengelassen, wie und wann das Atomwaffenprogramm abgewickelt werden soll. Trump hatte Nordkorea als Gegenleistung Sicherheitsgarantien angeboten. Die USA sagten zudem gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea ab.

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