Nobelpreis Medizin 2017: Türkischer Professor entdeckte mit Young Schlaflosigkeits-Gen

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Der türkische Wissenschaftler Tayfun Özçelik hatte mit Michael Young, einem der drei diesjährigen Nobelpreisträger für Medizin, zusammengearbeitet und entdeckte mit ihm das Gen, das für Schlaflosigkeit verantwortlich ist.

Die beiden hatten während einer Studie an der Bilkent Universität in Ankara jenes Gen entdeckt. Das Gen wirkt sich auf die innere Uhr aus, die dann bestimmt, wann man sich müde fühlt und wann nicht.

Michael Young, Jeffrey Hall und Michael Rosbach hatten am Montag für ihre Studie über die innere Uhr den Nobelpreis erhalten.

Das Nobelpreis-Komitee würdigte die Studie von Young und Özçelik und bezeichnete die Forschungsarbeit als einen wichtigen Meilenstein.

Die Studie zeigt, dass eine CRY1-Gen-Mutation, die durch einen DNA-Test ausfindig gemacht werden kann, bei manchen Menschen zu Schlaflosigkeit führt.

Die Studie war von den Universitäten Bilkent, Rockefeller und Cornell, der „Türkischen Akademie für Wissenschaften", der „Calico Life Sciences LLC" und der „Brain & Behavior Research Foundation" unterstützt worden.

Die Studie kann man in der April-Ausgabe der Wissenschaftszeitschrift „Cell" nachlesen.

Özçelik sagte, er sei glücklich, dass Young den Nobelpreis gewonnen habe.

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