Deutsche fürchten Trump mehr als Flüchtlingskrise

REUTERS
BERLIN
Veröffentlicht
AP

US-Präsident Donald Trump wird von den meisten Deutschen als größte Bedrohung für Sicherheit und Frieden angesehen.

"Mehr als zwei Drittel der Deutschen haben große Angst davor, dass die Politik von Donald Trump die Welt gefährlicher macht", sagte Brigitte Römstedt von der R+V Versicherung am Donnerstag bei der Vorstellung einer Studie zu den Ängsten der Deutschen. Die Angst vor Trump erreichte demnach mit 69 Prozent einen der höchsten Werte, der je in der seit 1992 jedes Jahr erhobenen Untersuchung erreicht wurde. Trumps rabiate "America-first"-Politik verschrecke die Bevölkerungsmehrheit.

An zweiter Stelle rangiert in der repräsentativen Untersuchung mit 63 Prozent die Furcht, die Deutschen und die Behörden könnten durch den Zustrom an Flüchtlingen überfordert werden. Gleichauf auf Platz drei sind die Sorgen, der Zuzug von Migranten könne zu Spannungen zwischen Deutschen und den hierzulande lebenden Ausländern führen.

Die Studie ergibt, dass politische Probleme die Deutschen weit mehr Sorgen als etwa Naturkatastrophen, die in der Reihenfolge der größten Gefahren Platz acht belegen. 61 Prozent der Befragten fürchten, dass die Politiker hierzulande von ihren Aufgaben überfordert sind. Fast jeder zweite wertet demnach ihre Arbeit als mangelhaft oder ungenügend. Ingesamt bleibe die Angst der Deutschen im Vergleich zu den vorangegangenen Studien überdurchschnittlich hoch, urteilten die Autoren der Studie.

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