14 Personen aus der Türkei am DUS-Flughafen festgehalten

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht
Archivbild (REUTERS)

Flughafenbeamte hatten am Samstag 14 Personen festgehalten, die aus der Türkei eingereist sind. Zunächst wurde vermutet, dass es sich bei den Personen um türkische Sportler handelt.

Flughafenbeamte hatten am Samstag 14 Personen festgehalten, die aus der Türkei eingereist sind. Zunächst wurde vermutet, dass es sich bei den Personen um türkische Sportler handelt. Da sich in den vergangenen Tagen die diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland immer weiter zugespitzt hatte, wurde zunächst vermutet, dass die Personen deswegen festgehalten wurden. Nun wurde bekannt, dass es sich bei dem Vorfall höchstwahrscheinlich um Menschenschmuggel handelt.

Die Verdächtigen hatten sich als Karatesportler ausgegeben. Der Karate Verband gab indessen bekannt, dass keine ihrer Sportler nach Deutschland gereist sind.

Am Samstagmorgen berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu, dass eine Gruppe von 14 türkischen Sportlern mehr als sechs Stunden am Düsseldorfer Flughafen festgehalten wurde. Nach Angaben der Nachrichtenagentur wurde einer der ‚Sportler' von der deutschen Polizei festgenommen.

Die 14 Personen, darunter auch Minderjährige, seien mit Hilfe eines Dolmetschers von Beamten befragt worden, hieß es in dem Bericht.

Die Beamten konnten einen Hauptverdächtigen unter ihnen identifizieren. Er hatte den anderen vermutlich bei der Einreise nach Deutschland geholfen. Nun wird er vor Gericht gestellt.

Der Türkische Karate-Verband äußerte sich ebenfalls zu dem Geschehen: „Die am Flughafen befragten und festgenommenen Personen haben nichts mit unserem Verband zu tun. Die einzigen Sportler die sich zurzeit im Ausland befinden, sind unsere Jungs in Bosnien und sonst nirgendwo", sagte der Verbandspräsident Esat Delihasan zur Nachrichtenagentur Doğan.

Die Justizbeamten des türkischen Generalkonsulats in Düsseldorf seien in Kontakt mit der Düsseldorfer Flughafenbehörde.

Das türkische Außenministerium äußerte sich indessen zu den Vorfällen. Es wurde bestätigt, dass die Personen nicht wegen der diplomatischen Spannungen der letzten Tage festgehalten wurden. Beide Länder gehen nun dem Verdacht des Menschenschmuggels nach.

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