Astro-Alex ist der 11. Deutsche im All

AFP
KÖLN, Deutschland
Veröffentlicht 06.06.2018 16:38
Aktualisiert 06.06.2018 16:40
Astro-Alex ist der 11. Deutsche im All

Alexander Gerst ist der elfte Deutsche, der das Gefühl der Schwerelosigkeit im All erlebt hat und nach dem Start zu seinem zweiten Raumflug am Mittwoch nun wieder erleben darf.

SIGMUND JÄHN steht am Anfang der Reihe deutscher Raumfahrer. Der DDR-Kosmonaut flog 1978 mit dem Raumschiff "Sojus 31" zur sowjetischen Orbitalstation "Saljut 6".

ULF MERBOLD war im November 1983 der erste Ausländer überhaupt, der an Bord der Raumfähre "Columbia" und damit mit einem amerikanischen Space Shuttle ins All startete. 1992 und 1994 absolvierte Merbold zwei weitere Raumflüge.

ERNST MESSERSCHMID und REINHARD FURRER starteten im Oktober 1985 mit dem Space Shuttle "Challenger" ins Weltall.

KLAUS-DIETRICH FLADE flog am 17. März 1992 zur damaligen russischen Raumstation Mir.

HANS SCHLEGEL und ULRICH WALTER flogen im April 1993 im Rahmen der zweiten deutschen Spacelab-Mission (D2) in den Weltraum. Schlegel war im Februar 2008 ein zweites Mal im All - damals brachte er das europäische Forschungsmodul "Columbus" an der Internationalen Raumstation ISS an.

THOMAS REITER absolvierte 1996 und 2006 zwei Langzeitmissionen auf der Mir und auf der ISS.

REINHOLD EWALD verbrachte 1997 insgesamt 18 Tage auf der Mir.

GERHARD THIELE flog im Februar 2000 mit dem Space Shuttle "Endeavour" in den Weltraum.

ALEXANDER GERST startete erstmals 2014 zu einem Langzeitaufenthalt auf der ISS. Bei seiner zweiten ISS-Mission soll der als Astro-Alex bekannt gewordene 42-Jährige nun zeitweise das Kommando auf der Raumstation führen - als erster deutscher und zweiter europäischer Astronaut nach dem Belgier Frank de Winne.

Weiteres Mitglied des Europäischen Astronautenkorps ist seit 2015 der Deutsche Matthias Maurer, der noch nicht im All war. Übrigens startete nicht jeder, der ins Astronautenkorps der Europäer aufgenommen wurde, tatsächlich in den Weltraum: Eberhard Köllner, Renate Brümmer und Heike Walpot blieben in ihrer aktiven Zeit als Ersatzastronauten am Boden.

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