Ende der Geduld gegenüber dem YPG-Terror

ISTANBUL
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Die türkische Operation gegen den YPG-Terror in Nordsyrien muss fortgesetzt werden - bis alle terroristischen Elemente ausgelöscht sind

Nach der jahrelangen Weigerung der USA, die Anforderungen einer strategischen Allianz zu erfüllen, hat die Türkei endlich eine der größten Anti-Terror-Operationen ihrer Geschichte gegen die „Partei der Demokratischen Union"(PYD) und ihren Militärischen Arm, die Volksschutzeinheiten (YPG) in Nordsyrien gestartet.

Es sollte betont werden, dass die Definition von PYD- und YPG-Terroristen als Vertreter der syrischen Kurden, und die damit einhergehende Bezeichnung vom angeblichen „Krieg gegen Kurden" durch die Türkei, entweder der Unwissenheit (sehr unwahrscheinlich) oder der bewussten Verklärung der Situation geschuldet ist.

Die PYD/YPG-Terroristen selbst distanzieren sich nicht von der PKK – ganz im Gegenteil - sie bekunden ihre ideologische und personelle Verbundenheit. Die Terrororganisation PKK ihrerseits steht schon seit vielen Jahren auf den Terrorlisten der westlichen Staaten.

Schon allein der Gründungshintergrund der PYD dokumentiert eine Abhängigkeit und Verbundenheit mit der verbotenen PKK.

Da kann auch deren Kampf gegen Daesh die schmutzigen Hände dieser Gruppe nicht reinwaschen – einer Gruppe, deren endgültiges Ziel darin besteht, ein ideologisch-terroristisch kontrolliertes, autonomes Gebiet zu etablieren - das eindeutig nicht zum Wohl der Kurden gedacht ist.

Die Türkei hat die „Operation Olivenzweig" gestartet, um ihre nationalen Grenzen zu schützen, die durch die YPG und Daesh bedroht werden. Man hat zuletzt in Raqqa sehen können, wie Terrororganisationen, wenn nötig, zusammenarbeiten können.

Die Operation richtet sich natürlich nicht gegen Kurden, sondern im Gegenteil: Sie dient auch der Befreiung der Kurden von der Unterjochung der PYD/YPG. Die Pläne der PKK-Ableger richten sich gegen das Wohlergehen der Kurden in Syrien sowie anderer ethnischer Gruppen wie Turkmenen und Araber. In Vergangenheit haben wir gesehen, wie die PYD ethnische Säuberungen in Nordsyrien durchgeführt hat. Viele wurden enteignet und vertrieben – Pluralismus ist unerwünscht.

Nachdem Daesh aus Raqqa evakuiert worden war, konnten die Mitglieder der Terrorgruppe in andere Teile Syriens entkommen und kleine Enklaven errichten. Dies hat die YPG erst möglich gemacht. Die Westmächte schauten dabei zu, wie die Daesh-Konvois Raqqa ohne Behinderung verließen. Später wurde die Evakuierung durch schriftliche Dokumente bestätigt. Diese kleinen Daesh-Fraktionen stellen nun eine zusätzliche Bedrohung für die Türkei dar.

Die Afrin-Offensive wird erst dann beendet sein, wenn die Ziele erreicht sind: Etablierung von Frieden und Wohlergehen der Menschen in der Region, die von der PYD/YPG unterdrückt werden.

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