Pro-Demokratie-Kundgebung in Istanbul bestätigt Einheit zwischen politischen Parteien

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 08.08.2016 17:24
Aktualisiert 11.08.2016 14:03
Pro-Demokratie-Kundgebung in Istanbul bestätigt Einheit zwischen politischen Parteien

Die seltene Darstellung der Solidarität zwischen den wichtigsten politischen Parteien in der Türkei nach dem Putschversuch des 15. Julis verstärkte sich nach der Massen-Kundgebung am Sonntag in Istanbul.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan und die Vorsitzenden der drei wichtigsten politischen Parteien im Parlament, die Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP), die Republikanische Volkspartei (CHP) und die Partei der Nationalistischen Bewegung versammelten sich auf dem Yenikapı Platz, um den Putschversuch zu denunzieren und eine Botschaft der Einheit zu geben.

Im Anschluss an die historische Kundgebung twitterte der offizielle Twitter-Account der AKP manche Kommentare der Parteichefs Kılıçdaroğlu und Bahçeli, während ihrer Ansprachen auf der Kundgebung.

„Die Türken widersetzten sich gegen die Verschwörung, die sie gegen uns ausspielten, und hoben die Fahne stolz, ohne eine Niederlage zu akzeptieren", wurde Bahçeli bei den Tweets zitiert.

„Diejenigen, die bei dem Putschversuch getötet wurden, haben ihre Namen in die Geschichtsbücher geschrieben. Wir werden sie nicht vergessen", sagte Kılıçdaroğlu im Tweet der AK-Partei.

Bei der riesigen „Demokratie und Märtyrer Kundgebung" am Sonntag war es das erste Mal, dass die Parteichefs der AKP, CHP und MHP dieselbe Plattform geteilt haben. Der ehemalige Präsident Abdullah Gül und der ehemalige Premierminister Ahmet Davutoğlu waren ebenfalls anwesend.

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen wurden für diese historische Kundgebung ergriffen und der Polizei zufolge haben sich fast fünf Millionen Menschen versammelt.

Taschenkontrollen und Durchsuchungen wurden beim Eingang zur Kundgebung durchgeführt. Ein Polizeihubschrauber kreiste über das Gelände und eine große Zahl von Polizisten und Sicherheitspersonal, sowie Krankenwagen und mehr als 700 Mediziner waren anwesend.

Politische Flaggen und Banner wurden von der Kundgebung verboten, um den politischen Konsens gegen den Putschversuch des 15. Julis zu unterstreichen.

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