Kurtulmuş: KRG sollte Beschluss zum Unabhängigkeitsreferendum überdenken

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 13.06.2017 00:00
Aktualisiert 13.06.2017 17:40
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Die „Autonome Region Kurdistan" (KRG) im Nordirak solle ihren Beschluss zu einem Unabhängigkeitsreferendum überdenken, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmuş am Montag, wobei er betonte, dass die Spannungen in der Region nicht weiter vorangetrieben werden sollten.

Kurtulmuş sprach nach einer Kabinettssitzung in der Hauptstadt mit Reportern, er sagte, dass die Türkei für die Erhaltung der territorialen Integrität des Iraks sei.

„Wir wissen, dass eine Volksabstimmung nur die Instabilität vergrößern wird", erklärte Kurtulmuş und rief die KRG dazu auf ihre Entscheidung zu überdenken.

Die KRG plant am 25. September ein Unabhängigkeitsreferendum. Die mögliche Unabhängigkeitserklärung wird wahrscheinlich von der irakischen Zentralregierung in Bagdad abgelehnt werden.

Ein Referendum über die Loslösung der kurdischen Gebiete vom Rest des Irak ist keine neue Forderung der Kurdenführung in Erbil. Erst im Jahr 2014 hatte sie eine solche Volksabstimmung schon einmal angekündigt gehabt, dann aber, nach Gesprächen mit der Zentralregierung in Bagdad, wieder abgesagt. Unter der Bevölkerung genießt die Idee der Unabhängigkeit großen Rückhalt.

Sollten die Kurden im Nordirak dieses Mal nicht einlenken, dürfte das Referendum innerhalb und außerhalb des Irak für starke Spannungen sorgen.

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