Erdoğan diskutiert Golfkrise mit Macron und katarischem Emir - Dialog gefordert

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 17.06.2017 16:16
Erdoğan diskutiert Golfkrise mit Macron und katarischem Emir - Dialog gefordert

Präsident Recep Tayyip Erdoğan führte am Freitag Telefongespräche mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem Emir von Katar Scheich Tamim Bin Hamad Al-Thani über die kürzlich ausgebrochene Krise zwischen den Golfstaaten.

Diplomatischen Quellen zufolge informierten sich die Staatsmänner gegenseitig über die jüngsten Bemühungen, um die Krise zu lösen, und stimmten zu, dass die Spannung sofort entschärft werden muss

Die Staatsführer wiesen darauf hin, dass die Probleme durch Dialog und Verhandlungen gelöst werden sollten und nicht durch ein Embargo. Zudem bekräftigen sie ihre Unterstützung für den Kampf gegen den Terrorismus.

Erdoğan betonte im Hinblick auf die Krise, in engem Kontakt mit Macron und Tamim Bin Hamad Al-Thani zu stehen.

Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), die Komoren, Bahrain, die Malediven und Jemen brachen die diplomatischen Beziehungen zu Katar am 5. Juni ab, weil sie das Land beschuldigen, den Terrorismus zu unterstützen. Auch Mauretanien schloss sich an, während Jordanien seine diplomatischen Beziehungen mit Katar vorerst nur herabstufte. Doha leugnet die Vorwürfe und charakterisiert sie als einen „ungerechtfertigten" Versuch, das Land diplomatisch zu isolieren. Die Türkei hatte sich kurz darauf dazu bereit erklärt, die Führung bei der Krisenlösung zu übernehmen.

Entsprechend den lokalen Medienberichten beschuldigen Saudi-Arabien, Bahrain, Ägypten und die VAE im speziellen 59 Einzelpersonen und 12 Wohltätigkeitsorganisationen in Katar, Verbindungen zu Terroristen zu haben.

Die Liste umfasst auch den ägyptischen Vorsitzenden der „Internationalen Vereinigung der islamischen Gelehrten" Yousef el-Qaradawi. Der Antrag wurde offiziell von den katarischen Behörden abgelehnt.

Die Türkei ist ein enger Verbündeter der Führung Katars, pflegt allerdings auch gute Beziehungen zu anderen Golfstaaten.

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