Salvini: Merkel hat Risiko sozialer Konflikte durch Migration unterschätzt

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BONN
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach Ansicht des italienischen Innenministers Matteo Salvini die sozialen Folgen der Flüchtlingskrise jahrelang unterschätzt.

"Der Aufstieg der AfD ist eine klare Reaktion darauf", sagte der Chef der rechtsextremen Lega-Partei in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Deutschen Welle. "Das ist die Antwort, die viele unzufriedene Deutsche zu geben versuchen."

Salvini bekräftigte den Kurs der italienischen Regierung in der Flüchtlingspolitik. "Es ist klar, dass ich alle Ankünfte unterbinden will", sagte er. Er sei "immer noch für Dialog" mit der Europäischen Union (EU), seine Regierung sei aber auch mit Nicht-EU-Staaten wie Albanien, Serbien oder Montenegro im Gespräch.

In Gesprächen "mit allen Seiten" über den Umgang der EU mit Migration versuche er, "das Beste herauszuholen", sagte Salvini. Ziel sei, dass die Menschen nicht mehr aus ihren Staaten fliehen müssten. "Wir müssen schnell 500 Millionen Euro in Afrika investieren", sagte er.

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