Notizen einer PKK-Terroristin: „Ich bereue es“

DAILY SABAH MIT ANADOLU AGENTUR
ISTANBUL
Veröffentlicht 19.05.2016 10:46
Notizen einer PKK-Terroristin: „Ich bereue es“

Bei den laufenden Operationen im Südosten der Türkei wurden am Montag Notizen der Terroristin Zehra K. gefunden.

Es ist nicht bekannt, ob Zehra K. noch am Leben ist, doch schrieb sie in ihren Notizen über ihre Erlebnisse in der Terrororganisation und brachte ihre Reue zum Ausdruck. Sie schloss sich der PKK-Terrororganisation wegen ihrer damaligen Depressionen an und nahm ihre Freundin Zeynep mit. Zeynep starb aus unbekannten Gründen und die Mutter macht Zehra für ihren Tod verantwortlich.

Zehra K. bringt ihre Trauer über ihre Freundin zu Wort und möchte neben ihr begraben werden.

„Wer auch immer diese Notizen findet, soll bitte diese meiner Familie geben. Dies ist mein Testament. Ich werde in meinem Grab nicht in Frieden ruhen können, wenn dies nicht geschieht", schrieb sie als letzten Eintrag und gab die Kontakt-Informationen ihrer Tante.

Die Notizen richten sich an ihre Geschwister und Eltern. „Ich war kein gutes Kind und du hast mir immer gesagt: ‚Was tust du dir in diesem Alter an?' Du hast Recht gehabt Anne (Mutter). Ich habe mir in meinem Alter so viel angetan, du kannst dir nicht vorstellen, mit welch einer Last ich lebe. Zeynos Mutter beschuldigt mich, aber ich schwöre, ich habe sie nicht dazu überredet mitzukommen. Wir waren sauer auf euch, deswegen sind wir auf den Berg gegangen (der PKK angeschlossen)", schrieb sie ihrer Mutter.

Die PKK wird von der Türkei, der USA und der EU als Terrororganisation angesehen. Die Terroristen nahmen ihren 30-jährigen Kampf im Juli 2015 wieder auf.

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