UN-Generalversammlung hält Krisensitzung zu Israels Gewaltexzessen ab

DAILY SABAH MIT AFP
ISTANBUL
Veröffentlicht 09.06.2018 14:31
Aktualisiert 09.06.2018 14:33
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Angesichts der anhaltenden israelischen Gewalt im Gazastreifen hält die UN-Generalversammlung am Mittwoch (21 Uhr MESZ) eine Krisensitzung ab. Die Sitzung sei von den arabischen Staaten beantragt worden, erklärte der Präsident der UN-Generalversammlung, Miroslav Lajcak, in einem Brief an die 193 Mitgliedsstaaten vom Freitag. Im Zuge der Sitzung soll über eine Resolution abgestimmt werden, die Israel für die Gewalteskalation und Tötung von Zivilisten - darunter auch Frauen, KInder und Sanitäter - verurteilt.

Die Resolution ähnelt nach Angaben von Diplomaten jener, die am 1. Juni im UN-Sicherheitsrat am Veto der USA gescheitert war. Eine von Washington eingebrachte Resolution, die der Hamas die Schuld für die jüngsten Auseinandersetzungen mit Israel zugewiesen hatte, scheiterte ebenfalls im Sicherheitsrat.

Seit Ende März protestieren immer wieder Palästinenser an der Grenze des Gazastreifens. Seit Beginn der Proteste tötete die israelische Armee nach palästinensischen Angaben mehr als 120 Palästinenser. Auf israelischer Seite gab es lediglich einige leicht Verletzte.

Am Freitag berichtete das Gesundheitsministerium in Gaza, israelische Soldaten hätten vier Palästinenser erschossen. Unter den Toten war demnach auch ein 15-jähriger Junge. Mehr als 100 Menschen seien verletzt worden, darunter auch ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP.

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