Erdoğan: „UNSC ohne muslimische oder afrikanische Mitglieder ist ungerecht“

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 01.06.2016 17:43
IHA

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan kritisierte am Mittwoch die ungerechte Struktur der Vereinten Nationen und sagte, dass unter den fünf Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats keine muslimische oder afrikanische Nationen sich befinden; solch eine Struktur kann nicht für Gerechtigkeit in der Welt sorgen.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ugandischen Amtskollegen Yoweri Museveni in Kampala, betonte Erdoğan die Bedeutung der internationalen Kooperation, Verantwortung und Gerechtigkeit, während Museveni die türkische Entwicklung und Haltung in der Region lobte.
„Unter den fünf permanenten Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats gibt es keine muslimischen oder afrikanischen Nationen; solch eine Struktur kann nicht für Gerechtigkeit in der Welt sorgen", sagte Erdoğan und betonte nochmals, dass die Welt nicht aus fünf Nationen bestehe.

Der Präsident sagte, dass die Türkei stolz darauf sei, nie eine koloniale Vergangenheit in Afrika gehabt zu haben. Stattdessen arbeite man für eine „win-win" Kooperation.

„Wir sind bereit unsere Erfahrungen in den Bereichen der Infrastruktur und Überbau zu teilen", erklärte Erdoğan und fügte hinzu, dass die Türkei eine größere Botschaft in Uganda plant.

Präsident Museveni stimmte Erdoğan zu und lobte die Bemühungen der Türkei.

„Die türkische Außenpolitik unterstützt die Souveränität aller Länder", sagte dieser und fügte hinzu, dass die Türkei in dem 19. Jahrhundert der „kranke Mann Europas" genannt wurde, aber nun ein Zentrum des Wachstums in Europa und der Welt geworden ist.

Diese Kooperationspolitik mit Afrika öffnet neue Türen für beide Seiten und für die Entwicklung der Zusammenarbeit mit Uganda, welches ein Land mit großen wirtschaftlichen Potenzial darstellt.

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