Yıldırım: Nordzypern kann sich auf Unterstützung der Türkei verlassen

DAILY SABAH
ISTANBUL
Veröffentlicht 20.07.2017 15:29
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Ministerpräsident Binali Yıldırım versicherte der Türkischen Republik Nordzypern (TRNC) am Donnerstag, dass man sich auf Ankara verlassen könne.

Yıldırım sprach auf einer Gedenkzeremonie bezüglich dem 43. Jahrestag der türkischen Intervention von 1974 im Zypern-Konflikt, er erklärte, dass die Türkei „weiterhin die Rechte der türkischen Zyprioten im östlichen Mittelmeer schützen" werde.

Die jüngsten UN-unterstützten Gespräche zur Wiedervereinigung der griechischen und türkischen Zyprioten wurden ohne Ergebnis abgebrochen. An den Verhandlungen beteiligt waren auch Vertreter aus der Türkei, Griechenland und Großbritannien.

Angesichts der Gedenkfeier sagte Yıldırım: „Es ist ein ernsthafter Widerspruch und ein Unrecht, dass türkische Zyprioten seit Jahren dem kompromisslosen Ansatz der griechischen Seite ausgesetzt sind."

Yıldırım sagte auch, es wären jene „unfaire Schritten" der griechisch-zypriotischen Seite gewesen, die letztendlich zum Abbruch der Gespräche geführt hätten.

TRNC-Präsident Mustafa Akıncı, Ministerpräsident Huseyin Özgürgün und Parlamentspräsident Sibel Siber sowie der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu nahmen an der Zeremonie am Atatürk-Denkmal in Nikosia teil.

Präsident Akıncı sagte, dass die türkischen Zyprioten „keine Schuld" am Scheitern der Schweizer Gespräche hätten.

Zypern ist seit einem von der damaligen Militärjunta in Griechenland unterstützten Putsch und einer anschließenden türkischen Militärintervention im Jahr 1974 geteilt. Mehrere Versuche einer Aussöhnung gingen ins Leere, 2004 scheiterte ein von der UNO vorgelegter Plan für eine Wiedervereinigung. Im Mai 2015 wurden die Verhandlungen unter UN-Vermittlung wieder aufgenommen.

Sollte eine politische Einigung gefunden werden, müssten die Einwohner in beiden Teilen Zyperns der Vereinbarung in einem Referendum zusätzlich zustimmen. 2004 hatten sich die türkischen Zyprioten in einer Volksabstimmung für eine Wiedervereinigung ausgesprochen, die griechischen Zyprioten im Süden stimmten dagegen.

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