NATO schlägt Kompromiss im Streit um Konya-Besuche vor

DPA
BRÜSSEL, Belgien
Veröffentlicht 24.07.2017 16:24
Aktualisiert 24.07.2017 16:26
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Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat einen Vorschlag zur Lösung des Streits um das Besuchsverbot für deutsche Abgeordnete in der Türkei vorgelegt.

Stoltenberg habe angeboten, im Rahmen der Nato eine Parlamentarier-Reise zum türkischen Bündnisstützpunkt in Konya zu organisieren, sagte ein Sprecher in Brüssel. Der Generalsekretär sei deswegen bereits in Kontakt mit deutschen und türkischen Regierungsvertretern.

Die Türkei hatte vor kurzen einen geplanten Besuch von Bundestagsabgeordneten bei den rund ein Dutzend deutschen Soldaten in Konya auf unbestimmte Zeit verschoben und dies mit den angespannten bilateralen Beziehungen begründet. In der Nato wird seitdem befürchtet, dass die Bundeswehrsoldaten deswegen abgezogen werden könnten. Dies wiederum könnte dazu führen, dass die Nato die Unterstützung der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Daesh durch Aufklärungsflugzeuge reduzieren muss. Deutschland stellt nämlich rund ein Drittel der Soldaten für die von Konya aus startenden Awacs-Maschinen.

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