Held aus türkischem Filmdrama „Ayla" gestorben

AFP
ISTANBUL
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Held aus türkischem Filmdrama „Ayla gestorben

Der frühere türkische Soldat, dessen Geschichte im Filmdrama "Ayla" verewigt wurde, ist tot. Süleyman Dilbirligi starb am Donnerstag im Alter von 91 Jahren in einem Istanbuler Krankenhaus, wie türkische Medien berichteten. Der von der Türkei als Kandidat für die Oscars nominierte Kinoerfolg "Ayla" erzählt die Geschichte von Dilbirligi, der als Soldat mit dem türkischen Kontingent im Korea-Krieg (1950-53) kämpfte.

Während des Konflikts rettete er das fünfjährige koreanische Mädchen Kim Eun-Ja, deren Eltern bei einem Bombenangriff getötet worden waren. Er kümmerte sich um das Kind, dem er den Namen "Ayla" gab, bis er in die Türkei zurückgeschickt wurde. Die beiden verloren den Kontakt, bevor sie im Jahr 2010 mit Hilfe türkischer Dokumentarfilmer wieder vereint wurden. Im November besuchte Kim Eun Ja ihren Retter ein letztes Mal.

In der Türkei ist der Film "Ayla" ein großer Erfolg. Seit seinem Start im November wurde der Oscar-Kandidat laut der Website Box Office Turkiye bereits von vier Millionen Menschen gesehen und spielte fast 50 Millionen Lira (elf Millionen Euro) ein. Rund 770 Türken verloren im Korea-Krieg ihr Leben, in dem sie als Teil der US-geführten UN-Streitkräfte gegen die Nordkoreaner und ihre chinesischen Unterstützer kämpften.

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