Türkei versammelt sich zum nationalen Einheitsmarsch

DAILY SABAH
ISTANBUL
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Hunderttausende versammelten sich am Samstag für den „nationalen Einheitsmarsch" an der Bosporus Brücke, wo Putschisten Dutzende von Menschen in der Nacht des Putschversuchs töteten.

Seither wurde die Brücke zur „Brücke der Märtyrer des 15. Julis" umbenannt.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan und Ministerpräsident Binali Yıldırım schlossen sich auch dem Marsch an. Nach dem Marsch flog der Präsident nach Ankara und hielt um 02:37 Uhr (Ortszeit) im Parlament eine Rede, die genaue Uhrzeit, an der die Bombardierung durch die FETÖ-Putschisten im vergangenen Jahr begann.

Yıldırım bedankte sich bei den Millionen, die nach dem Aufruf des Präsidenten letztes Jahr auf die Straße gingen und somit den Putsch verhinderten.

„Wir sind heute, dank den 250 heldenhaften Märtyrern, 2.193 heldenhaften Veteranen und dem türkischen Volk, in der Lage uns hier zu versammeln. Euer Land ist euch dankbar", sagte Yıldırım.

31 Zivilisten und zwei Polizisten wurden am 15. Juli 2016 auf der Istanbuler Brücke getötet, als sie sich gegen die Putsch-Soldaten auflehnten.

Die Übernahme der Brücke war einer der ikonischen Momente der Putschnacht. Eine große Gruppe von Zivilisten und Polizeibeamten strömten zur Brücke, um die Soldaten zu überreden sich zu ergeben.

Der 15. Juli wurde nach dem vereitelten Putschversuch zum „Tag der Demokratie und Nationalen Solidarität" ernannt und zum offiziellen Feiertag erklärt.

Öffentliche Verkehrsmittel in Istanbul und Ankara sind über das Wochenende kostenlos.

Am 15. Juli 2016 versuchte eine Gruppe des Gülenisten-Terrorkults (FETÖ) die demokratisch gewählte Regierung der Türkei zu stürzen. Der Putschversuch wurde von loyalen militärischen Truppen, zusammen mit Polizeieinheiten und Millionen von türkischen Bürgern, verhindert. 249 Menschen, hauptsächlich Zivilisten, wurden von den Putschisten getötet, während mehr als 2.000 Menschen verletzt wurden.

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